Schädlingsprävention für Wohnhäuser

Kleine Maus frisst Köder Nüsse

 

Die Schädlingsprävention in Wohnhäusern ist ein wichtiges Thema. Schädlinge können nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die Gesundheit der Bewohner der Bewohner gefährden und Krankheiten übertragen. Darüber hinaus können Schäden an der Bausubstanz selbst sowie auch den Einrichtungsgegenständen entstehen, was den Wert einer Immobilie drastisch senken kann. Dabei gibt es einfache Maßnahmen zur Prävention, welche die Bewohner, die Vermieter und die Hausmeister ergreifen können, um die Wahrscheinlichkeit eines Befalls so gering wie möglich zu halten. Einige Hinweise und Tipps möchten wir in diesem Artikel aufzeigen.

In jedem Wohnhaus gibt es verschiedene Bereiche, die für unterschiedliche Zwecke genutzt werden. Es wird gekocht, gelagert, gespielt, gewaschen und geschlafen. So finden sich auch unterschiedliche klimatische Bedingungen wieder: In dem einem Raum ist es feuchter, in dem nächsten werden Lebensmittel gelagert, einige Räume bleiben dauerhaft im dunklen und werden kaum betreten. Dazu kommen unterschiedliche Reinigungs- und Lüftungsintervalle, unterschiedlich große Räume und Temperaturunterschiede, die verschiedene Bedingungen für verschiedene Arten von Schädlingen schaffen.

 

Die häufigsten Schädlinge, und wie Sie diesen vorbeugen können

 

Mäuse & Ratten zählen zu den häufigsten Schädlingen am Wohnhaus.

Um diese vom Wohnhaus fernzuhalten, sollten die Türen und Fenster im Erdgeschoss und Keller gerade im Winter bis auf kurze Lüftungsphasen geschlossen bleiben. Dies gilt insbesondere für Müllräume, außenliegende Müllplätze sollten nach Möglichkeit vollständig umzäunt werden. Gebäudeschäden, die einen Zugang ermöglichen, sollten ebenfalls umgehend behoben werden. Die Mieter sollten darauf hingewiesen werden, keine Lebensmittel über das WC zu entsorgen. Präventiv können Köder oder Lebendfallen vom Fachmann ausgelegt werden. Wichtig ist, das gesamte Gebäude sauber zu halten - eine regelmäßige Gebäudereinigung ist hierbei unumgänglich.

 

Ameisen sind Nützlinge und Schädlinge zugleich.

Im Außenbereich erfüllen Ameisen viele wertvolle Funktionen für das Ökosystem, und beseitigen beispielsweise Abfälle und Ungeziefer. Einen Befall des Hauses möchte man natürlich vermeiden. Zu naheliegende Nester lassen sich einfach und schonend umsiedeln. Stellt man bspw. Blumentöpfe mit feuchter Erde kopfüber über die Öffnung eines Nests, ziehen die Ameisen mit Ihrer Brut nach einiger Zeit in den Topf, der vom Sonnenschein regelmäßig erwärmt wird. Dieser lässt sich anschließend an einen Ort verlegen, an dem die Tiere keinen Schaden anrichten. Alternativ lassen sich Ameisen mit geruchsintensiven Aufgüssen aus Thymian, Lavendel, Majoran oder Kerbel vertreiben. Im Innenbereich lässt sich ein Befall mit speziellen Köderdosen in den Griff bekommen.

 

Gleiches gilt für Wespen

Auch Wespen gelten nicht als Schädlinge, da sie ebenfalls eine wichtige Rolle in unserem Ökosystem spielen. Besonders für Kinder uns Allergiker können Sie jedoch zur Gefahr werden, wenn sich ein Nest direkt am Gebäude befindet. Um ein Ansiedeln zu vermeiden, sollte regelmäßig die Fassade des Hauses überprüft und bauliche Mängel, welche die Tiere anziehen könnten (z.B. Risse im Mauerwerk) sofort behoben werden. Auch die Öffnungen an Rolladenkästen oder Briefkästen sollten, soweit möglich, verschlossen werden. Eine Wespennest-Attrappe kann ebenfalls dabei helfen, Wespen fernzuhalten. Die Insekten stehen unter Naturschutz, sodass ein Nest nicht ohne weiteres entfernt werden darf. Ein Experte kann das Nest jedoch an einen geeigneten Platz umsiedeln.

 

Der Holzwurm kann zum großen Problem werden

... indem er den Dachstuhl oder andere Elemente aus Holz wie beispielsweise Möbel beschädigen oder gar zerstören kann. Der Holzwurm bevorzugt feuchte und kühle Umgebungen, welche Sie in entsprechenden Räumlichkeiten vermeiden sollten. Ein leichter Befall lässt sich womöglich mit diversen Hausmitteln in den Griff bekommen. Die aufgefundenen Löcher können mit Bienenwachs versiegelt werden, dazu können Eicheln als Köder ausgelegt werden. Amoniakwasser, Essigessenz, Isopropanol oder Borsalzlösung zeigen eine gute Wirkung gegen den Nagekäfer. Industrielle Mittel wie Holzwurm-Ex können ebenfalls zum Einsatz kommen. Greifen die eigenen Maßnahmen nicht, sollte umgehend ein Schädlingsbekämpfer hinzuziehen, da ein Befall schnell größere Ausmaße annehmen kann.

 

Kakerlaken sind lästige Gäste

Schaben siedeln sich gerne in dunklen Ritzen und Fugen im Haus an. Die Allesfresser verbreiten Bakterien und Keime, können Allergien auslösen und gelten als Vektoren für gefährliche Krankheiten. Die möglichen Verstecke wie Ritzen, Fugen oder Hohlräume im Mauerwerk sollten grundsätzlich versiegelt werden. Vermeiden Sie die offene Lagerung von Lebensmitteln und reinigen Sie konsequent die Küche. Schabenfallen sind ebenfalls eine Möglichkeit, die Tiere zu fangen und einen Befall frühzeitig zu erkennen. Eine gute Hygiene ist die beste Prävention vor den Schädlingen.

 

Silberfische lieben Feuchtigkeit

Silberfischchen sind nachtaktive Tiere, die häufig in feuchten Kellern oder alten Gebäuden vorkommen. Die Schädlinge selbst sind für den Menschen harmlos, aber ihre Ausscheidungen können Allergien auslösen. Außerdem knabbern die Tiere gerne an Bucheinbänden, Tapeten oder Kleidung aus Naturfasern. Um zu verhindern, dass sich Silberfischchen in den eigenen vier Wänden ansiedeln, sollten Sie eine hohe Feuchtigkeit in dunklen Räumen vermeiden. Ein Luftentfeuchter kann hier helfen. Außerdem sollten Ritzen und Fugen beispielsweise mit Silikon abgedichtet werden, damit die Tiere nicht ins Haus gelangen können. Bei einem Befall hat sich das Auslegen einer Mischung aus Backpulver und Zucker bewährt. Nach dem Verzehr sterben die Lästlinge an dem aufquillenden Backpulver. Alternativ können Chemische Mittel wie Köderdosen oder auch Klebefallen einen Befall beseitigen.

 

Kleider- und Lebensmittelmotten

Motten sind nicht nur im Kleiderschrank ein Problem, sondern können sich auch in der Küche niederlassen und Lebensmittel beschädigen. Die Tiere werden von schmutziger Wäsche angezogen, daher sollte die Kleidung regelmäßig gereinigt werden. Duftkissen oder Duftstreifen mit Lavendel halten die Schädlinge aus dem Kleiderschrank fern. Auch das Lüften und die Aufbewahrung von Kleidung aus Naturfasern in verschlossenen Beuteln oder Behältern hilft. In der Küche kann ein Befall durch die Aufbewahrung trockener Lebensmittel in luftdichten Behältern und die regelmäßige Reinigung der Räume verhindert werden. Wenn sich bereits Motten eingenistet haben, können spezielle Insektizidsprays oder -dämpfe helfen. Die Insekten werden auch von Licht angezogen, so dass Mottenfallen mit einer Lichtquelle und einem Klebepad ebenfalls wirksam gegen einen Befall sind.

 

Wie sie sehen, gibt es eine ganze Reihe an Schädlingen, welchen mit den richtigen, vorsorglichen Maßnahmen allerdings weitestgehend vorgebeugt werden kann.
Als erfahrener Hausmeisterservice führen wir regelmäßige Kontrollen durch und ergreifen die grundlegenden Schutzmaßnahmen bei unseren Objekten. Bei Bedarf ziehen wir spezialisierte Schädlingsbekämpfer hinzu, um einen Befall frühzeitig einzudämmen und zu beseitigen.